Viel Mühe hat sich der Autor tatsächlich gemacht. Zumindest, was die Vorarbeit zu seiner populärwissenschaftlichen Abhandlung über Insekten angeht. Die Durchführung dagegen ist eher hastig und lieblos geraten.

Ist das eigentlich Wissenschaft? In “Planet der Insekten” reiht MacNeal Anekdote an Anekdote: ein bisschen Fakten hier, ein wenig Gesellschaftsgeplapper da und alles reichlich zusammenhanglos. Das ist schade, denn sein sujet ist tatsächlich sehr spannend und seine Recherchen hätten sicherlich den Stoff für mehrere Bände geliefert – hätte er sie sorgfältig aufgearbeitet.

Dazu kommt, dass auch die Sprache – zumindest in der deutschen Übersetzung – einem ähnlichen Muster folgt. Sie ist hektisch ausufernd und sprunghaft, das macht es der Leserin nicht unbedingt leichter, den ohnehin schon wirren Textpassagen zu folgen.

Wie gesagt: Das Thema des Buches ist spannend und es sind sicherlich viele Wissensperlen darin versteckt. Aber sie sind eben versteckt und das brauche ich bei einem Text, der Wissen vermitteln will, eigentlich nicht.

Ich als Buchhändler wüsste nicht, wem ich dieses Buch empfehlen könnte. Dafür gibt es einfach zu gute Alternativen, sowohl, was die eher anekdotische Ausrichtung angeht, als auch, wenn der Leser auf der Suche nach einem gehaltvollen populärwissenschaftlichen Text ist.